Achter Monat

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02.11.2012 (Tag 215): Die Zeit ist stehen geblieben. Deswegen auch S/W.
03.11.2012 (Tag 216): Eine Autofahrt durch den Elbtunnel. Das Rauschen der Kompaktkameras ist wirklich ärgerlich.
04.11.2012 (Tag 217): Ein Abfalleimer im Sonnenlicht. Ein Abfalleimer ist ja eher etwas „banales“. Mir gefällt aber die grafische Wirkung des Motives.
05.11.2012 (Tag 218): Noch einmal die ukrainische Wohnzimmerlampe (siehe Projekt-Foto vom 01. November). Über eine Fernbedienung kann man verschiedene „Lichtstimmungen“ einschalten. Heute also die Lichtstimmung mit blauem Licht und Diskokugel. Eine Bildidee mit der Lampe habe ich noch. Aber die soll erst später folgen, damit es nicht langweilig wird.
06.11.2012 (Tag 219): Wieder bin ich in meinem Büro auf Motivsuche gewesen. Ich bin wirklich erstaunt, dass sich hier immer noch Motive verstecken. Stomleiste, Kabel, Schärfe und Farbe lenken alle Aufmerksamkeit des Benutzers auf den Einschalter.
07.11.2012 (Tag 220): Erneut ein Teil aus dem Schulfundus. Ich tat mich schwer damit, auf die Augen zu fokussieren. 😉
08.11.2012 (Tag 221): Im Treppenhaus steht dieser Blumentopf. Mir gefiel sofort die Lichtstimmung und die Herbst-Wirkung. Dabei hat es das Pflänzchen schön warm.
09.11.2012 (Tag 222): Aktenordner sind wohl das undynamischste, was man sich vorstellen kann. Trotz des (Ver-)wacklers sind die Ordner immer noch gut zu erkennen. Verändert hat sich interessanterweise der Untergrund. Eigentlich ein Holzregal bekommt es durch den Verwackler einen metallischen Glanz.
10.11.2012 (Tag 223): Mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Hause. Ein großes dunkles Loch und in der Ferne ein Licht. Die Unschärfe habe ich (in Ermangelung eines Statives) in Kauf genommen. Sie tut der Bildwirkung auch keinen Abriss. Im Gegenteil, die Unschärfe verstärkt noch die Bedrohlichkeit.
11.11.2012 (Tag 224): Steine.
12.11.2012 (Tag 225): Diese Aloe Vera steht in meinem Büro. Auf der Suche nach einem Tagesmotiv habe ich sie gefunden.
13.11.2012 (Tag 226): Eine ziemlich alte Heizung. Die einzelnen Rohre haben einen Durchmesser von mehr als 5cm. Ein echter Hingucker.
14.11.2012 (Tag 227): Heute morgen ist mir aufgefallen, dass ich schon länger kein „Selbstportrait“ mehr im Projekt hatte. Da ich jedoch nicht wirklich viel Zeit hatte, musste es mal wieder schnell gehen: Zuerst habe ich einen anderen Gegenstand zur Fokussierung verwendet und auf die Stelle gestellt, an der ich später stehen wollte. Das Anheben der Zehen kam dazu, nachdem mir das erste Foto mit geraden Füßen zu langweilig erschien.
15.11.2012 (Tag 228): Seit dem Umzug muss ich jeden morgen über dieses Wasser fahren. Diese Ecke ist eigentlich zu jeder Jahreszeit schön. Heute morgen war es kalt und neblig. Schnell habe ich mein Fahrrad gestoppt und mich erst einmal auf die Nase gelegt. Anschließend konnte ich diese Aufnahme machen. Ich habe noch kurz überlegt ob ich das Bild nach S/W umwandle, aber die feinen Gelbtöne geben dem Bild ein wenig Leben.
16.11.2012 (Tag 229): Der gelbe Baum leuchtet zum Fenster rein und versucht den dunklen Flur zu erhellen. Gestern habe ich dieses Motiv schon gesehen. Heute habe ich es umgesetzt.
17.11.2012 (Tag 230): Die orange Baumaschine leuchtete vor dem bläulichen Gebäude. Der Farbkontrast sprang mir gleich ins Auge.
18.11.2012 (Tag 231): Das Gleisgewirr am Hamburger Hauptbahnhof. Wegen des dauernden Regens glänzten den Gleise und Schwellen hell.
19.11.2012 (Tag 232): Abends bei einem Gläschen Rotwein viel mir wieder ein, dass ich noch kein Tagesfoto habe. Ich habe das Glas auf unserem dunklen Esstisch abgestellt um die Kamera zu holen und – schwupps – da war plötzlich mein Motiv. Schnell noch den anderen Kram auf dem Tisch beiseite geschoben, auf den Stuhl geklettert. Mit meinem Körper habe ich versucht die Reflexionen der Deckenlampe auf dem Tisch abzuschatten.
20.11.2012 (Tag 233): Eigentlich wollte ich oben von der Brücke ein Foto machen, aber soweit bin ich gar nicht gekommen. Mir gefiel die Treppe, die scheinbar aus dem Nichts kommt und im Wald endet. Der Gegensatz von (langweiliger) gerader Architektur und Wildnis. Durch die Umwandlung nach S/W will ich diesen Gegensatz nochmal betonen.
21.11.2012 (Tag 234): Blaue Stunde Zuhause.
22.11.2012 (Tag 235): Das Licht war heute sehr schön, als ich an dieser Kutsche vorbeigefahren bin. Die helle Herbstsonne lädt zu S/W-Fotos ein.
23.11.2012 (Tag 236): An diesem Motiv faszinierten mich die vielen Spiegelungen des Lichtes durch den Regen.
24.11.2012 (Tag 237): Hamburg im Nebel, 10:45 Uhr am Samstag Morgen. In S/W wirkt das Bild nicht halb so gut.
25.11.2012 (Tag 238): Die Schweine im Freilichtmusum am Kiekeberg fühlen sich trotz des Sau-Wetters sau-wohl. Durch die Umwandlung nach S/W verschwinden ablenkende Farben. Außerdem passt S/W hervorragend zum altertümlichen Flair des Bildes.
26.11.2012 (Tag 239): Im Fernsehn gibt’s nur Schrott.
27.11.2012 (Tag 240): Endlich mal wieder Zeit zum rumspielen. Der Fisch besteht aus zwei magnetischen Teilen. Trotzdem musste ich eine Hälfte mit Tesafilm fixieren, weil er immer nach unten rutschte. Als Beleuchtung wählte ich ein Striplight von oben und einen Spot von rechts auf den Hintergrund (daher auch der Helligkeitsabfall nach links). Die Schatten links geben dem Aquarium ein bisschen halt im Bild. Das Wasser ist mit blauer Badewasserfarbe aus der Drogerie leicht eingefärbt.
28.11.2012 (Tag 241): Ich muss heute beruflich weg. Am Bahnhof habe ich bereits ein paar Fotos für’s Projekt gemacht. Im Hotel am Zielort bin ich dann aber auf eine Lampe gestoßen, deren Struktur es mir angetan hat. Damit sind die Bahnhofsfotos leider raus.
29.11.2012 (Tag 242): Morgens im Hotelzimmer. Ich öffne meine Augen und da sehe ich diesen Lichtschein, der von draußen reinfällt und interessante Schatten auf der Zimmerdecke produziert. Selten bin ich so schnell aus dem Bett gesprungen und habe eine Auflagefläche für die Kamera gesucht. Die Stühle waren zu niedrig, aber das Bügelbrett war perfekt. Es gefällt mir auch, dass sich die Gardinen ebenfalls im Fernseher spiegeln.
30.11.2012 (Tag 243): Montag ist Ramsch-Jul-Club (Schrott-Wichteln). Bei der Auswahl meines Geschenkes habe ich mir mindestens genau soviel Mühe gegeben, wie bei der Gestaltung der Verpackung. Das Farbrauschen kommt übrigens nicht von meinem Kamerasensor, sondern ist schon auf dem Geschenkpapier.
01.12.2012 (Tag 244): Eine Treppe von unten. Ich mag es, wie das Licht von oben durch die Treppenabsätze hindurch scheint. Ich habe den Ausschnitt sehr eng gewählt, um einen abstrakten Eindruck zu erzeugen. Deswegen habe ich am PC auch nachträglich noch etwas an der Farbe gedreht.

Projekt-Zwischenresümee

Der achte Monat war wieder einmal von Zeitmangel geprägt. Aber ich hoffe, ab nächsten Monat wird es wieder ein bisschen besser. Immerhin habe ich nun 2/3 des Jahres durchgehalten. In der letzten Zeit habe ich verstärkt mit meiner Kompaktkamera fotografiert, weil ich das Geschleppe der Spiegelreflex-Kamera leid war. Dabei bin ich immer wieder an die Grenzen bezüglich Rauschverhalten gekommen. Bei ISO 400 stört mich das Rauschen schon sehr und ISO 400 ist (gerade in der dunklen Jahreszeit nicht viel). Ich freue mich, dass ich einige Fotos in S/W gemacht habe und die „Scheu“ es wieder zu tun ist doch deutlich gesunken. Komischerweise habe ich momentan das Gefühl fotografisch auf der Stelle zu treten. Der Wunsch ist da, mehr im Portrait-Bereich zu machen, aber mir fehlen die Bildideen und der emotionale Antrieb, dieses vorzubereiten. Spätestens nach dem Projekt ist hier wohl ein Kurs fällig. Als Präsentationsform für mein Projekt habe ich mir überlegt, 12 kleine Booklets (eins für jeden Monat) zu erstellen. Das Format könnte 16×16 cm sein. Rechts das Foto, links der Text zum Bild. Die Sorge für morgen keine Bildidee mehr zu haben, ist praktisch nicht mehr existent.

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