Lichtblicke


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Die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) ist eine Gummiwaren­fabrik, die 1870 in Hamburg-Barmbek gegründet wurde und bis 2009 in Hamburg-Harburg produzierte. 2009 erfolgte die Verlagerung der Produktion nach Lüneburg.
Charles Goodyear entdeckte 1839 die Vulkanisation. Gut ein Jahrzehnt darauf erzeug­te sein Bruder Nelson Goodyear nach dem bekannten Weichgummi das heute fast ver­gessene Hartgummi - den ersten großindustriell verwendeten Kunststoff. Heinrich Adolph Meyer, ein Sohn des Industriepioniers Stock­meyer, erwarb 1851 die Patente für Europa. Gemeinsam mit Johannes Bücking und H. W. Maurien gründete dessen Bru­der Heinrich Christian Meyer 1856 die "Harburger Gummi-Kamm-Compagnie". Im gleichen Jahr wurde auch die Konkurrenzfirma Albert & Louis Cohen, Harburg - Schuhfabrik (spä­ter Phoenix AG) gegründet.
Zwei ehemalige Mitarbeiter der Harburger Gummi-Kamm-Compagnie machten sich 1870 selbststän­dig und gründeten die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compa­gnie (NYH) in Barmbek. 1929 wurde die Harburger Gummi-Kamm-Compagnie von der NYH übernommen.
In den Ruinen des Barmbeker Werkes wurde die Produktion nach dem Zweiten Welt­krieg wiederaufge­nommen, jedoch bald nach Harburg verlagert. In einem Rest des Barmbeker Werkes befindet sich seit 1994 das Museum der Arbeit sowie ein nach dem Elbtunnelbohrer TRUDE benanntes Restaurant.
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(Auszug aus Wikipedia)

Auch im Harburger Binnenhafen findet ein Strukturwandel statt. Die alten Fabriken, Werf­ten, Hafen- und Industriebetriebe werden mehr und mehr durch moderne Bürogebäude verdrängt. Die IBA will zusätzlich nun auch Wohnbebauung im Binnenhafen. Der Harbur­ger Binnenhafen wird chic.

Bald wird auch die NYH den Harburger Binnenhafen verlassen haben. Die meisten Ge­bäude in der Nartenstraße stehen schon leer. In den letzten Monaten bin ich viele Male in dem alten Werk gewesen und habe Fotos ge­macht. Sie zeigen die leergeräumten histori­schen Fabrikhallen, wo bis vor wenigen Monaten noch Menschen ihren Lebensunterhalt verdienten. Sie zeigen auch noch Spuren, die die Arbeiter hinterlassen haben oder Teile, die vergessen wurden und die niemand als wertvoll angesehen hat.

Die Zukunft der teilweise über 150 Jahre alten Fabrikhallen in Harburg ist nach wie vor ungewiss, da die Gemäuer mit Krebs erregendem Nitrosamin belastet sind und sich noch kein Investor für die Sanierung gefunden hat. Auch ein Abriss ist nicht ausgeschlossen.


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